Koh Rong, Kambodscha

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Einmal rund herum um Koh Rong - ein Reisebericht aus 2014   info   english

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around Koh RongFünf lange Stunden dauert die Fahrt mit dem Minibus von Phnom Penh nach Sihanoukville. 230 Km zweispurig mit ungezählten LKWs, die überholt werden müssen. Nach etwa der Hälfte der Strecke pausiert der Fahrer für 20 Minuten an einem Straßen-Restaurant, das sich auf Fahrgäste eingestellt hat und kambodschanische Schnellgerichte anbietet. Das Ziel von Giant Ibis, dem Busunternehmen, für das ich mich entschieden habe, liegt nahe dem Lions Circle im Süden Sihanoukvilles. Ich hatte das Busticket online auf der Website von Giant Ibis gekauft und wusste weder, wie lange die Fahrt dauern würde, noch wo sie endet. Nun bin ich erleichtert, dass ich frühzeitig genug ankomme und die wenigen Schritte bis zu Monkey Republic in der Serendipitiy Road zu Fuß laufen kann. Wir waren heute Morgen um 8 Uhr pünktlich abgefahren, nun ist es kurz vor ein Uhr mittags. Das Boot soll um 14.30 Uhr ablegen.

Bei Monkey Republic habe ich die erste Nacht auf Koh Rong gebucht und ebenso das Bootticket für die Überfahrt mit dem neuen Speedboat, inklusive Retour. Nun habe ich noch Zeit für einen Kaffee und ein wenig Sightseeing entlang der Straße, die zum Pier führt und voller Angebote für Backpacker ist. Einfach Gästehäuser, Bars, Pizzerien, kleine Läden für das Nötigste. Mein Boot fährt heute erst um 15 Uhr ab. Ich habe also noch eine halbe Stunde länger Zeit, was mir bei der Mittagshitze nicht unbedingt gefällt.

Koh TuiDann geht es endlich los. Das Boot wirkt neu und modern. Es wird nicht einmal halbvoll. Ich freue mich auf Koh Rong und plane, die Insel in einer Woche einmal zum umrunden, um dann noch zwei Tage auf Koh Rong Samloem zu verbringen. Das Wetter ist gut und sonnig. Es ist Mitte April. 

Die Überfahrt dauert nur 40 Minuten und ist schnell vorbei. Als noch keine Schnellboote im Einsatz waren, musste man sich zwei Stunden gedulden. Während wir uns dem Pier bei der kleinen Ortschaft Koh Tui nähern, fallen als erstes die weissen Sandstrände entlang der Küste ins Auge und dann erkenne ich mehr und mehr Bungalows, die sich entlang des Tui Beaches reihen. Es gibt zwei hölzerne Piers mit Aufbauten. An einem legen wir an. Das Meerwasser ist glasklar. Kleine Fische schwimmen zwischen den Holzstämmen des Piers. Auf dem Strand stehen Bambussessel, Tische und Stühle. Und nahe des Piers reihen sich einstöckige Holzhäuser dicht an einander. Es ist kurz vor 16 Uhr, der Strand liegt im nachmittäglichen Sonnenschein, ebenso der gut 100m hohe Bergwald im Hintergrund des Strandes.

Koh TuiIch laufe mit meinem kleinen Gepäck direkt zu meinem gebuchten Bungalowresort, den Monkey Island Bungalows. Im Austausch mit meinem Voucher erhalte ich den Zimmerschlüssel und die Auskunft, dass es Strom erst ab 18 Uhr bis ca. 22 Uhr gibt und werde zum Bungalow geführt. Zunächst wundere ich mich über die Lage in zweiter Reihe, dachte ich doch, ich hätte Beachfront gebucht. Aber die vier Bungalows in erster Reihe am Strand sind belegt. Dann schaue ich mich im dunklen, hölzernen Bungalow um und finde keine Handtücher. Toilettenpapier ist auch keines vorhanden. Zum Glück habe ich beides im Rucksack. Aber das ist auch nicht wirklich wichtig, denn die Lage am Strand ist fantastisch. Das Meer schimmert blau und ist ruhig und kristallklar. Der Sand ist von reinstem weiss. Ein paar Bäume spenden Schatten. Ich sehe einige junge Leute, die im Meer baden oder am Strand liegen und lesen oder sich unterhalten. Voll ist es nicht hier. Ich setze mich unter einen Baum und lasse den Blick über das Meer gleiten. Uns gegenüber liegt Koh Rong Samloem und in der Ferne ist die Küste von Sihanoukville zu erkennen. Nach rechts sind es etwa dreihundert Meter bis zum Pier und den Strandrestaurants. Nach links etwa genauso viele Meter bis zum Strandende. Die spätnachmittäglichen Sonnenstrahlen bezaubern mit einem wunderbaren warmen Licht. Es ist verdammt schön hier.

Koh Tui BeachIch entschließe mich zu einem frühen Dinner und finde einen netten Platz auf dem Strand in einem Restaurant, das frische Holzofen-Pizza anbietet. Langsam finden sich immer mehr Gäste der Insel in den verschiedenen Lokalitäten ein. Am Abend soll es hier voll und laut werden, hatte ich im Vorfeld gelesen. Allabendliche Partys mit lauter Musik gehören seit langem zum Tui Beach. Daher ist angeraten, seine Unterkunft mit Bedacht zu wählen. Wer mitten drin sein will, sollte in Piernähe unterkommen. Wer Ruhe zum Schlafen möchte, muss weiter nach rechts, weg vom Pier, einen Bungalow finden. Ab den Happy Bungalows ist es etwas stiller, wenngleich die Beschallung am ganzen Strand zu hören ist.

Ich beschließe, den Anreisetag nach der hervorragenden Pizza im Restaurant meines Resorts bei Bier und Wifi zu beenden und erfahre nebenbei, dass es zur Zeit ungewöhnlich leer am Tui Beach sei.

Der nächste Morgen empfängt mich mit wolkenlosem Himmel. Ich bin bereits zum Sonnenaufgang um 6 Uhr wach und am Strand. Die Nacht unter dem Moskitonetz ohne Kühlung war warm, aber ok. Moskitos habe ich abends kaum welche verspürt.

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Der Morgen ist bereits um acht Uhr wieder sehr warm. Ich habe mich am Strand etwas umgesehen und ein morgendliches Bad im Badewannenwasser des Meeres genossen. Das Paradise Bungalow Resort am Ende des Tui Beaches, das sich selbst für das beste am Strand hält und die höchsten Preise fordert, gefällt mir nicht sonderlich. Dagegen würde ich das nächste Mal ein Bungalow in erster Reihe bei den Happy Bungalows buchen. Sie liegen unter Kokospalmen in der Strandmitte und machen einen schönen und gepflegten Eindruck.

Sok San BeachNach einem Frühstückstee gehe ich zum Pier und erkundige mich nach Booten zum Sok San Beach auf der Westseite der Insel. Dorthin möchte ich heute reisen. Ich erfahre, dass es nur ein Boot gibt, das offiziell um 13 Uhr mit aneren Gästen zum Broken Heart Guesthouse (BHGH) am südlichen Ende des langen Strandes abfährt. Es soll 6 Dollar kosten. Ich könne auch zu Fuß laufen. Etwa eine Stunde benötige man für den schmalen Dschungelpfad über den Bergrücken, dann sei man auch am BHGH. Da ich aber mit meinen Flip Flops nicht über einen steilen und steinigen Pfad klettern und ausserdem zum nördlichen Ende des Strandes will, zur Ortschaft Sok San, suche ich nach einer anderen Bootsmöglichkeit. Denn ich müsste ja nach der Bergtour auch noch den sechs Kilometer langen schattenlosen Strand entlang laufen. Und das in der Hitze. Nein danke.

Man empfiehlt mir ein privates Boot eines Einheimischen als einzige verbleibende Möglichkeit. Das kostet mich 30 Dollar, fährt aber dafür nach meinen zeitlichen Wünschen ab.

Mit einer Flasche Wasser ausgestattet sitze ich also um 11 Uhr im Langboot und lasse mich unter den knatternden Geräuschen des Dieselmotors über die ruhige See des Golfs von Thailand befördern. Wir umrunden die Südspitze Koh Rongs und fahren eine Zeit lang an der felsigen Südwestküste Richtung Norden. Der Inselwald scheint intakt und sehr dicht. Es gibt keinerlei Bebauung bislang. Dann taucht allmählich der weisse Sandstreifen des Sok San Beaches (auch Long Beach oder Paradise Beach) auf und wird immer länger. Ein voll beladenes kleines Transportboot überholt uns mit gleichem Ziel. Nach 75 Minuten erreichen wir den schneeweissen Strand beim Longbeach Bungalow Resort direkt neben dem Transportschiff. Mein Bootsfahrer hält etwa 20 Meter vom Strand entfernt, und da gerade Flut ist, tauche ich beim Aussteigen bis zur Hüfte ins kristallklare warme Wasser ein. Ich halte meinen Rucksack in die Höhe und bedanke mich für die Fahrt. Nach wenigen Schritten am Strand erreiche ich das Sok San Beach Bungalow Resort, bei dem ich einen Beachbungalow für zwei Tage gebucht habe. Es stellt sich heraus, das diese frühzeitige Internetbuchung nicht notwendig gewesen wäre, da ich de einzige Gast bin. Überhaupt scheine ich der einzige Gast am ganzen Strand zu sein, denn es ist verdammt ruhig, und niemand ist zu sehen.

Sok San BeachIch werde zu meinem Bungalow geführt und bestaune nicht nur die gewaltige blau, türkis, weiss und grüne Farbenpracht von Himmel, Meer, Strand und Palmen, sondern auch meine hölzerne Behausung, die man nur als sehr primitiv bezeichnen kann. Das kleine Bett hat zumindest ein Moskitonetz und Handtücher, aber ansonsten ist es ein dunkler Bretterverschlag. Auf der kleinen überdachten Veranda stehen dafür zwei gemütliche Bambusschalensessel mit Blick auf Strand, Meer und Restaurant. Obwohl ich alleine bin, bekomme ich dort ein gutes kambodschanisches Mittagessen. Nebenbei schaue ich beim Entladen des Transportschiffes zu. Es hat Matratzen und Holzbetten geladen. Die Matratzen sind bereits im Restaurant des benachbarten Resorts aufgestapelt. Die Bettteile fliegen nun eines nach dem anderen vom Schiff aus direkt ins blaue Nass, wo zwei unwillige und sehr langsame Jungen sie an Land schleppen. Kleine Kinder spielen dort im Meer und werden von den schweren Teilen in den Wellen umgeworfen. Den restlichen Nachmittag verbringe ich mit einem Buch und genieße die absolute Ruhe und die Schönheit dieses Paradieses. Das ausgedehnte Bad, das ich im Meer nehme, berauscht und begeistert mich. So klares und sauberes Wasser habe ich selten gesehen und der Meeresgrund besteht aus weissem Sand, ohne Steine, Muscheln oder Korallenschrott. Das Meer schimmert bis zum Horizont in allen möglichen Blau- und Türkistönen.

Gegen 17 Uhr bin ich wieder im Restaurant. Das Bedienungspersonal scheint gewechselt zu haben. Zwei junge und sehr hübsche Kambodschanerinnen beschäftigen sich nun im Barbereich. Sie lächeln mich an und versorgen mich mit Essen und Getränken. Es ist perfekt hier. Die Dunkelheit kommt schnell, die Beleuchtung ist spärlich und so wird der Abend kurz, und ich bin früh im Bett. Muss dort allerdings eine geschlagene Stunde das Geschimpfe einer Einheimischen ertragen, da der Ort Sok San direkt hinter meinem Bungalow liegt.

Sok San BeachVor Sonnenaufgang bin ich wieder wach, weil die Hähne des Dorfes bereits ab fünf Uhr ihr Geschrei starten. Als es hell genug ist, laufe ich die Ortsstraße, die aus tiefen Sand besteht, entlang bis zum Base Camp. Ein Bungalowresort, das von einer französischen Filmgesellschaft gebaut wurde, um hier das gesamte Filmteam unter zu bringen. Es steht jedoch auch Urlaubern offen, wenn es nicht voll belegt ist. Ich bin zu früh dort, so dass das Restaurant noch nicht geöffnet hat, bekomme aber dennoch einen Tee. Eine Gruppe kambodschanischer Gäste reist gerade mit dem Resort eigenen Schnellboot ab. Ich laufe weiter gen Süden den Strand entlang. Ab jetzt gibt es auf gut fünfeinhalb Kilometern keine Bebauung mehr, nur natürlichen weissen Sandstrand. Der leider die Heimat von Sandfliegen ist, wie ich bald zu spüren bekomme. Zum Glück habe ich meine Kortisonsalbe dabei, die bei sofortigem Auftragen die stark juckenden Folgen der Bisse reduziert. Schade, dass auch das Paradies seine Schattenseiten hat. Der Anblick des einsamen langen Strandes ist dennoch fantastisch, und die Wellen plätschern leicht bei absoluter Windstille und wolkenlosem Himmel.

Sok San BeachDen ganzen Morgen verbringe ich im Restaurant meines Resorts, gehe schwimmen und tausche ein paar Worte mit den jungen Damen. Dann entschließe ich mich allerdings spontan, mir die zweite Nacht hier zu schenken und weiter zu ziehen auf dem Inselrundtrip. Ich will zum Lonely Beach im Norden und rufe dort an. Nach einigen Rückfragen sichert man mir zu, mich gegen 13 Uhr per Boot abzuholen, wofür man jedoch 20 Dollar berechnen müsse. Wir sprechen uns auf Deutsch ab, denn die Besitzer sind Deutscher und deutschsprachiger Franzose. Letzterer kommt pünktlich um ein Uhr mit seinem Langboot vorgefahren.

Während der knatternden Fahrt erzählt Danny mir von den Plänen für die Insel, und dass es Konflikte gibt, weil die Eigentumsverhältnisse nicht geregelt sind. Die kambodschanische Royalgroup hat die Insel gepachtet und plant große Investitionen: einen Flugplatz, eine Marina, einen Golfplatz und Luxusvillen für Superreiche. Koh Rong soll eine Luxusdestination werden für den Geldadel. Aber bislang sind die Arbeiten noch nicht begonnen worden. Mir graust es ein wenig bei der Vorstellung, dieses intakte Paradies so stark umgestalten zu wollen. Mit der fadenscheinigen Bewerbung, die Natur und Schönheit der Insel erhalten zu wollen. Aber Danny ist überzeugt, dass das Projekt kommen wird, sobald alle entscheidenden Politiker “überzeugt” worden sind.

Bai Cheap BayAuf meine Bitte hin fährt Danny einen Schlenker in die Bai Cheap Bucht mit ihren zwei schönen unbewohnten Stränden. Kokospalmen reihen sich entlang der goldgelben Sandstriche, die vom Boot aus gut zu erkennen sind. Ich staune und wundere mich, dass hier keine Bungalows stehen. Die weitere Fahrt führt entlang der bewaldeten Nordwestküste ohne Strände. Wir benötigen knapp 90 Minuten für die Fahrt bis zum Lonely Beach, an dem Danny und sein deutscher Freund ein kleines Bungalow-Resort mit acht Holzbungalows und einem Restaurant erbaut haben. Äusserst abgelegen und in einem dschungelartigen Kokospalmenhain versteckt, ringen die zwei hier mit der Natur. Der Platz ist traumhaft schön, aber eben wild. Die Bungalows verteilen sich großzügig zwischen Palmen und Gestrüpp. Der goldgelbe Sandstrand ist perfekt gesäubert und wirkt sehr einladend. Jedoch informiert mich Danny, dass es nicht nur ums Saubermachen geht, sondern, dass der Sand täglich gehakt werden muss, um die Sandfliegeneier abzutöten, was aufwendig und langwierig ist.

Lonely BeachIch bekomme einen der neu erbauten Bungalows ganz am Rand der Anlage. Das Holz ist massiv und sauber. Aber auch dieses Häuschen hat überall Ritze zwischen dem Holz, so dass kleine Tiere ungehindert Zutritt haben, auch Schlangen. Der Badbereich ist halb hoch gemauert und hat eine Dusche und ein WC, sowie ein großes gefülltes Wasserbecken zum Spülen der Toilette. Ein Handwaschbecken sehe ich nicht. Dafür kann ich über die Mauer in den Dschungel schauen. Auch hier ist alles offen. Der Bungalow hat Solarpanelen auf dem Dach und so immer etwas Strom, der aber nur für die Lampen reicht, Kühlung gibt es keine. Bis zum Sonnenuntergang sehe ich mich in der Anlage, der man die viele harte Arbeit kaum ansieht, etwas um und verbringe den Sonnenuntergang am Strand. Das kostet mich ein paar Sandfliegenbisse, führt aber zu der Erkenntnis, dass dieses Resort neben dem Broken Heart Guesthouse das einzige der Insel ist, wo man den Sonnenuntergang sehen kann. Als es fast dunkel ist, finde ich den Weg ins Restaurant und lasse mir ein Amok, ein kambodschanisches Nationalgericht kochen. Neben mir sind nur noch vier junge Engländer aus Manchester anwesend, die sich für zwei Nächte hierher verirrt haben. Nach einem Gespräch mit Tom, dem deutschen Eigentümer, gehe ich früh schlafen. Der Weg durch die Büsche zu meiner Unterkunft ist stockfinster, aber meine Taschenlampe reicht, um ihn zu finden.

Lonely BeachBereits um halb sechs bin ich wach und genieße die morgendlichen Naturgeräusche hautnah. Die Nacht war ruhig und sehr warm. Ich setze mich auf die Veranda und schaue durch die Palmen zum Meer. Die Sonne wird bald aufgehen und ihr warmes Licht über den Hügel senden. Ich beschließe, heute morgen früh weiter zu ziehen. Ich will zu Fuß zum Palm Beach Resort an der Nordostküste laufen. Das sollte in einer guten Stunde machbar sein.

Beim Frühstückstee spreche ich erneut mit Tom, der in der nächsten Woche zurückfliegt nach Deutschland, um den Sommer in Berlin zu verbringen. Er war nun für sieben lange Monate hier und braucht Abwechslung, sagt er. Während Danny das ganze Jahr über hier ist und die Anlage in Schuss hält. Ich habe Respekt vor seinem engagierten Idealismus.

Als ich mich wenig später verabschiede, fährt Danny die Engländer mit seinem Boot nach Sihanoukville, wofür er mit Rückfahrt und Einkaufen fast den ganzen Tag benötigt. Tom macht sich auf zum allmorgendlichen Angeln auf dem Meer, und ich bin bereit für meinen Dschungeltrip.

Lonely BeachDer Weg ist zwar schmal, aber gut begehbar. Da ich mit Flip Flops unterwegs bin, habe ich dennoch etwas Sorge, mich zu verletzen, und so gehe ich langsam und bedächtig. Nach gut der Hälfte des Weges, als ich den dichten Waldbereich hinter mir habe, gesellt sich ein junger Einheimischer zu mir und versucht, ein wenig Englisch von sich zu geben. Er deutet mir den weiteren Weg und biegt dann ins nahe Dorf Prek Sway ab. Der Weg ist mühsam zu gehen, weil er aus tiefen lockerem Sand besteht. Ich komme auf das Schulgebäude zu, an dem ich mich orientieren soll, verlaufe mich dann aber doch, weil zu viele Wege irgendwohin führen. So lande ich plötzlich an einem umzäunten Häusercamp am Meer. Ich betrete es und gehe hindurch bis zum Strand. Dort frage ich drei ältere Einheimische nach dem Palm Beach, und sie zeigen in die Richtung, in der ich es auch vermute. Einen Weg weisen sie mir allerdings nicht.

Das Camp gehört zum Song Saa Luxusresort, das ich in der Ferne auf einer kleinen vorgelagerten Insel erkenne. Hier wohnen und arbeiten die Angestellten des Resorts. Als ich mich entschließe, über den Strand weiter zu gehen, fliegt ein kleiner Privathubschrauber an und landet auf dem weit ins Meer ragenden Pier. Gäste des Song Saa steigen aus und werden mit einem Schnellboot abgeholt und zu ihrem Ziel gebracht. Ich marschiere unsicher weiter und Palm Beach Bungalowserreiche das Ende des Strandes, der nun von undurchdringlichen Mangroven abgelöst wird. Das bedeutet, ich muss durchs Meerwasser weiter. Zum Glück erweist sich dies als möglich, denn die Ebbe hat große Teile des Küstenbereiches bereits freigelegt, und die wenigen Wasserstellen sind nur knietief. Vorbei an einem kleinen Stelzendorf der Einheimischen, das dem Song Saa direkt gegenüber liegt, erreiche ich schließlich das Palm Beach Bungalow Resort genau neben dem Stelzendorf. Leider haben mich wieder einige Sandfliegen erwischt, trotz Repellendcreme.

Im Restaurant sind ein paar Gäste noch beim Frühstück, schließlich ist es noch nicht einmal 10 Uhr. Nach kurzer Rücksprache mit dem holländischen Eigentümer, der auch frühstückt, bekomme ich vom Angestellten hinter der Bar den Bungalow Nr.3 zugewiesen, das ist der dritte aus Richtung Strand und einer der bestgelegenen, wie ich finde. Die Anlage liegt auf weissem Sand und ist eng mit Kokospalmen bepflanzt. Leider ist der eigentliche Strandbereich nicht sehr schön, weil schwarze Felsen aus dem Wasser ragen. Hinter den Bungalows erhebt sich der dichte Inselwald und zum Meer hin blickt man in gut 500m Entfernung auf die Luxusinsel Song Saa.

Song Saa ResortIch richte mich ein wenig in meiner Holzhütte ein, nehme eine Dusche und verbringe den Morgen auf der Veranda. Hier gibt es nichts zu tun, sieht man mal vom Volleyballfeld und einigen Kajaks ab, die zu mieten sind. Gegen Mittag zieht sich der Himmel zu. Die Wolken bleiben für den Rest des Tages. Das macht die Temperatur angenehmer, nimmt der schönen Palmenanlage aber erheblich an Leuchtkraft. Ich lese, gehe Mittag essen, trinke ein paar Getränke und langweile mich ein wenig in dieser absoluten Ruhe. Am späten Nachmittag schafft es die tiefstehende Sonne durch die Wolken und verzaubert alles mit einem wunderbaren orangegoldenem Licht. Vor allem das im Sonnenschein liegende Inselchen Song Saa mit seinen Luxusbungalows und dem Restaurant, das auf Stelzen über dem Meer steht.

Palm Beach BungalowsUm 18 Uhr ist dann auch der Strom da. Die vielen und gut positionierten Birnen verschiedenster Farben verwandeln das während des Tages im Schatten liegende Restaurant nun zu einem kleinen Palast unter Palmen. Als es ganz dunkel ist, wirkt es wie eine schöne Dschungellodge aus einem Hollywoodfilm. Ich suche mir einen Tisch vor dem Restaurant und warte, bis das Fisch-BBQ angerichtet ist. Alle anderen Gäste sind als Pärchen hier und beschäftigen sich mit sich selbst. So geniesse ich meinen frisch gegrillten Fisch alleine und freue mich, dass ich meinen Plan, die Insel Koh Rong einmal zu umrunden, fast in die Tat umgesetzt habe. Morgen bleibt nur mehr die letzte Bootsfahrt zurück nach Koh Tui. Das wird mich nochmals 40 Dollar kosten, weil ein Einheimischer von hier extra für mich fahren muss. Ich denke, er wird es gerne tun.

Koh RongAls ich auf dem Boot die Ostküste Koh Rongs mit der Bergsilhouette, kleineren unbewohnten Stränden und dem kleinen Wellblechhüttendorf Damskal an mir vorbei ziehen sehe, bin ich wirklich glücklich, eine so wunderschöne Insel für mich entdeckt zu haben, und sie gesehen zu haben, bevor die massiven Umgestaltungspläne der Royal Group sie für immer verändern werden. Koh Rong ist wirklich noch ein kleines Paradies auf Erden.

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